Alarmanlage nachrüsten im Haus: So geht es ohne Kabel und ohne Baustelle
Kein Stemmen, kein Kabel, keine Baustelle: Wie eine Funk-Alarmanlage im Altbau, im Reihenhaus und in der Mietwohnung an einem Tag installiert wird.

Die häufigste Sorge, die wir bei der Begehung hören: „Dann muss ja überall Kabel verlegt werden.“ Muss es nicht. Seit Funk-Alarmanlagen zuverlässig, verschlüsselt und normzertifiziert sind, ist das Nachrüsten im Bestand ein Tagesprojekt, bei dem kein Putz fällt.
Warum Funk heute die erste Wahl im Bestand ist
Frühere Funkanlagen hatten einen schlechten Ruf: Reichweite schwach, Störungen häufig, Batterien nach einem Jahr leer. Das hat sich geändert. Die Ajax-Funktechnik Jeweller arbeitet mit bis zu 2.000 Metern Reichweite auf freier Fläche, wechselt bei Störungen automatisch den Kanal und meldet jeden Melder alle 12 Sekunden bei der Zentrale. Wird ein Melder abgeschirmt oder gestört, gibt es eine Meldung.
Die Batterien halten je nach Melder fünf bis sieben Jahre. Bewegungsmelder, Tür- und Fensterkontakte werden mit Klebeband oder zwei kleinen Schrauben befestigt. Nur der Hub braucht eine Steckdose und, wenn möglich, einen Netzwerkanschluss. Selbst der ist optional, weil zwei SIM-Karten eingebaut sind.
So läuft das Nachrüsten ab
- Begehung. Wir gehen mit Ihnen durch das Haus und schauen, wo ein Einbrecher reinkommen würde: Terrassentür, Kellerfenster, Garagentür, Balkon. Dabei messen wir die Funkverhältnisse.
- Melderplan und Festpreis. Sie bekommen einen Plan, der jeden Melder mit Position und Zweck zeigt, und ein schriftliches Angebot.
- Montage an einem Tag. Hub aufstellen, Melder setzen, einlernen, Sirenen montieren, Bedienteil anbringen. Ein Einfamilienhaus ist in fünf bis sieben Stunden fertig.
- Einweisung. Wir richten die App auf Ihren Handys ein, erklären Scharfschalten, Nachtmodus und was bei einem Alarm passiert.
Was im Altbau zu beachten ist
Dicke Bruchsteinwände und Stahlbetondecken dämpfen Funk. Deshalb messen wir bei der Begehung an den geplanten Melderpositionen den Signalpegel. Reicht er nicht, setzen wir einen Funk-Repeater, der die Reichweite um bis zu 1.700 Meter verlängert. In den allermeisten Häusern in der Region brauchen wir ihn nicht.
Denkmalgeschützte Gebäude sind ein Sonderfall, in dem Funk oft die einzige Option ist, weil keine Leitungen in historische Wände dürfen. Melder in Weiß oder Schwarz fallen an Decke und Rahmen kaum auf.
Nachrüsten in der Mietwohnung
Für Mieter ist Funk ideal: Nichts wird gebohrt, was der Vermieter beanstanden könnte, und beim Auszug nehmen Sie die Anlage mit. Der Hub steht auf einem Regal, die Melder kleben an Rahmen und Decke. Selbst die Innensirene braucht nur zwei Schrauben in der Wand.
Eine kleine Wohnung sichern wir mit einem Hub, zwei Bewegungsmeldern mit Kamera, einem Türkontakt und einer Sirene. Das kostet inklusive Montage rund ab 1.500 Euro.
Bestehende Anlage erweitern statt ersetzen
Haben Sie eine ältere Kabelanlage, die grundsätzlich funktioniert? Dann prüfen wir, ob sie sich erweitern lässt. Über ein Integrationsmodul lassen sich viele verdrahtete Melder in die Ajax-Zentrale einbinden. Sie bekommen App, Fotoverifikation und moderne Alarmierung, ohne die vorhandenen Kontakte wegzuwerfen.
Funk oder Kabel: Wann Kabel trotzdem sinnvoll ist
- Neubau oder Kernsanierung. Wenn die Wände ohnehin offen sind, ist eine Kabelanlage (bei Ajax die Fibra-Linie) sinnvoll: kein Batteriewechsel, keine Funkfrage.
- Große Gewerbeobjekte. Hallen, Lager und Bürogebäude mit vielen Meldern sind mit Kabel günstiger im Unterhalt.
- Grade 3. Manche Versicherer verlangen für hohe Werte Grade 3 nach EN 50131. Das geht mit Funk (Superior-Linie) und mit Kabel.
Für das typische Einfamilienhaus, das Reihenhaus und die Wohnung ist Funk die bessere Wahl: schneller installiert, günstiger in der Montage und ohne Spuren im Gebäude.
Häufige Fehler beim Nachrüsten
- Nur die Haustür sichern. Einbrecher kommen zu über 80 Prozent über Fenster und Terrassentüren im Erdgeschoss. Die Haustür ist selten das Problem.
- Bewegungsmelder gegenüber dem Fenster. Direkte Sonne und Heizungsluft provozieren Fehlalarme. Die Position entscheidet.
- Keine Außensirene. Eine Sirene an der Fassade holt Nachbarn dazu und vertreibt Täter. Innensirenen allein hört draußen niemand.
- Anlage nie scharf schalten. Die beste Anlage hilft nicht, wenn sie unbequem ist. Deshalb richten wir Geofencing, Zeitpläne und den Nachtmodus so ein, dass Scharfschalten keine Arbeit ist.
Wir schreiben aus der Praxis: Was wir bei Begehungen sehen, was Kunden fragen und was sich nach der Montage bewährt hat.
Das Team kennenlernen ›Kurz beantwortet.
Wie lange dauert es, eine Alarmanlage nachzurüsten?
Eine Funk-Alarmanlage für ein Einfamilienhaus installieren wir in der Regel an einem Arbeitstag, inklusive Einrichtung der App und Einweisung. Eine Wohnung ist in zwei bis drei Stunden fertig.
Kann ich eine Alarmanlage in einer Mietwohnung einbauen?
Ja. Funkmelder werden geklebt oder mit kleinen Schrauben befestigt, der Hub steht auf einem Regal. Beim Auszug nehmen Sie alles mit. Eine Zustimmung des Vermieters ist für Klebemontage in der Regel nicht nötig.
Wie weit reicht die Funkverbindung?
Bis zu 2.000 Meter auf freier Fläche. In Gebäuden hängt die Reichweite von Wänden und Decken ab. Wir messen den Signalpegel bei der Begehung und setzen bei Bedarf einen Repeater.
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