Was kostet eine Alarmanlage für ein Einfamilienhaus? Richtwerte 2026 mit Beispielen
Eine Wohnung ab etwa 1.500 Euro, ein Haus ab etwa 2.500 Euro, nach oben offen. Woran der Preis wirklich hängt, drei durchgerechnete Beispiele und welche Posten Sie sich sparen können.

Die ehrliche Antwort zuerst: Eine professionell installierte Funk-Alarmanlage für ein Einfamilienhaus beginnt bei etwa 2.500 Euro, inklusive Geräten, Montage und Einweisung. Eine Wohnung ist ab etwa 1.500 Euro abgesichert. Nach oben gibt es keine Grenze: Ein Anwesen mit Außenschutz, Kameras, Zutrittskontrolle und Leitstelle liegt deutlich im fünfstelligen Bereich, ein Unternehmensstandort je nach Fläche und Anforderung darüber. Alle Zahlen hier sind grobe Richtwerte, keine Angebote.
Wer es genauer wissen will, nutzt unser Planungstool: sechs Fragen, danach eine erste Einschätzung und auf Wunsch ein Angebot.
Die Spanne ist groß, weil der Preis fast ausschließlich von der Zahl der Melder abhängt, nicht von der Technik dahinter. Deshalb rechnen wir hier durch, woraus sich die Summe zusammensetzt.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Eine Alarmanlage besteht aus vier Kostenblöcken:
- Die Zentrale (Hub). Das Herz der Anlage, mit Akku und mehreren Kommunikationswegen. Bei Ajax ab etwa 250 Euro, je nach Ausführung.
- Die Melder. Bewegungsmelder, Tür- und Fensterkontakte, Glasbruchmelder, Außenmelder. Jeder Melder kostet ab etwa 40 Euro. Hier entsteht der Unterschied zwischen einer kleinen und einer großen Anlage.
- Bedienung und Alarmierung. Bedienteil, Sirenen innen und außen, Handsender. Zusammen ab 300 Euro.
- Montage, Einrichtung, Einweisung. Bei einer Funkanlage für ein Einfamilienhaus ein Arbeitstag, also ab 600 Euro. Kabelanlagen brauchen deutlich mehr Zeit.
Dazu kommen optionale Posten: Kameras, ein Absperrventil gegen Wasserschäden, vernetzte Rauchmelder und die Aufschaltung auf eine Leitstelle.
Drei Beispiele aus unserer Praxis
Die Zahlen sind gerundete Richtwerte aus Projekten im Rhein-Main-Gebiet und in der Metropolregion Rhein-Neckar. Sie zeigen die Einstiegspreise; je nach Wünschen und Objekt wird es mehr. Sie ersetzen kein Angebot, zeigen aber, was realistisch ist.
| Objekt | Ausstattung | Richtwert inkl. Montage |
|---|---|---|
| 3-Zimmer-Wohnung, 2. OG | Hub, 2 Bewegungsmelder mit Foto, 1 Türkontakt, Innensirene, Bedienteil | ab etwa 1.500 Euro |
| Einfamilienhaus, 140 m² | Hub, 4 Bewegungsmelder mit Foto, 5 Tür-/Fensterkontakte, Innen- und Außensirene, Bedienteil, 2 Handsender | ab etwa 3.200 Euro |
| Haus mit Garten und Garage | wie oben, plus 2 Außenmelder mit Kamera, 1 Vorhangmelder Terrasse, 2 Kameras, Rekorder | ab etwa 6.500 Euro, nach oben offen |
Im Beispiel Einfamilienhaus entfallen etwa 2.300 Euro auf Geräte und ab 900 Euro auf Montage und Einrichtung.
Laufende Kosten
Eine Anlage ohne Leitstelle verursacht fast keine laufenden Kosten. Was anfällt:
- SIM-Karte im Hub: ab 2 Euro im Monat, damit die Anlage auch bei Internetausfall meldet. Bei Ajax ist eine SIM bereits eingebaut, der Tarif kann bei uns mitgebucht werden.
- Batterien: Die Funkmelder laufen bis zu sieben Jahre mit einer Batterie. Ein Wechsel kostet wenige Euro je Melder.
- Wartung: Eine jährliche Prüfung mit Protokoll (für die Versicherung sinnvoll) liegt bei 120 Euro. Vieles prüfen wir per Fernwartung, ohne Termin vor Ort.
- Leitstelle: Wer die Anlage rund um die Uhr auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufschalten will, zahlt ab etwa 25 Euro im Monat, je nach Leistungsumfang und Interventionsvereinbarung.
Was den Preis nach oben treibt
- Außenschutz. Melder an der Fassade und in der Einfahrt sind teurer als Innenmelder, weil sie wetterfest sein und Tiere ausblenden müssen. Sie lohnen sich, wenn Sie den Einbrecher stoppen wollen, bevor er im Haus ist.
- Kameras. Eine Alarmanlage mit Kamera ist die häufigste Erweiterung. Zwei bis drei Kameras mit Rekorder kosten ab 1.500 Euro zusätzlich. Die Fotoverifikation der Ajax-Bewegungsmelder deckt viele Fälle schon ohne Kamera ab.
- Kabelanlage. Für Neubauten und große Gewerbeobjekte setzen wir die kabelgebundene Fibra-Linie ein. Geräte sind ähnlich teuer, die Montage dauert länger.
- Grade 3. Versicherer verlangen für hohe Werte gelegentlich eine Anlage nach EN 50131 Grade 3. Die Superior-Linie von Ajax erfüllt das, kostet aber rund 30 Prozent mehr.
Was Sie sich sparen können
- Melder in jedem Raum. Eine gute Planung sichert die Wege, die ein Einbrecher nehmen muss: Erdgeschoss, Terrassentür, Flur. Nicht jedes Zimmer braucht einen Melder.
- Überdimensionierte Sets aus dem Internet. Komplettsets enthalten oft Melder, die Sie nicht brauchen, und lassen die weg, die Sie brauchen. Planung vor Ort ist billiger als Nachkaufen.
- Zweites Smart-Home-System. Die Ajax-Anlage schaltet auch Licht, Rollladen und Heizung und stellt bei einem Leck das Wasser ab. Ein separates System ist überflüssig.
Zahlt die Versicherung mit?
Viele Hausratversicherer geben 5 bis 15 Prozent Rabatt auf die Prämie, wenn eine zertifizierte Alarmanlage eingebaut ist, manche verlangen dafür die Aufschaltung auf eine Leitstelle. Fragen Sie Ihren Versicherer vor dem Kauf, wir liefern die Bescheinigung nach EN 50131 mit.
Die staatliche KfW-Förderung für Einbruchschutz (Programm 455-E) ist seit 2022 ausgelaufen. Aktuell gibt es keine bundesweite Förderung für Alarmanlagen. Einzelne Kommunen und Länder fördern mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen.
Wie Sie zu einem verlässlichen Preis kommen
Seriöse Preise gibt es erst nach einer Begehung. Eine erste Einschätzung liefert vorher das Planungstool. Wir nehmen Grundriss, Zugänge und Schwachstellen auf, prüfen die Funkverhältnisse und legen einen Melderplan an. Daraus entsteht ein schriftliches Festpreisangebot, ohne Nachträge. Die Begehung ist in Frankfurt, im Taunus und in der Metropolregion Rhein-Neckar kostenlos und unverbindlich.
Faustregel: Wer bei einer Alarmanlage 500 Euro sparen will, spart meistens an den Meldern, die den Einbrecher gestoppt hätten. Wer deutlich zu viel zahlt, hat meistens ein Set gekauft statt eine Planung.
Wir schreiben aus der Praxis: Was wir bei Begehungen sehen, was Kunden fragen und was sich nach der Montage bewährt hat.
Das Team kennenlernen ›Kurz beantwortet.
Was kostet eine Alarmanlage für eine Wohnung?
Eine Funk-Alarmanlage für eine Wohnung mit zwei Bewegungsmeldern mit Foto, einem Türkontakt, Sirene und Bedienteil beginnt inklusive Montage bei etwa 1.500 Euro. Mit Kameras, Außenschutz für Balkon oder Terrasse und Leitstelle wird es entsprechend mehr.
Was kostet die Montage einer Alarmanlage?
Für eine Funkanlage im Einfamilienhaus rechnen wir mit einem Arbeitstag, also ab 600 Euro inklusive Einrichtung der App und Einweisung. Kabelanlagen kosten mehr, weil Leitungen verlegt werden müssen.
Was kostet eine Alarmanlage mit Leitstelle im Monat?
Die Aufschaltung auf eine Notruf- und Serviceleitstelle kostet ab etwa 25 Euro im Monat. Enthalten ist die Überwachung rund um die Uhr, die Interventionskraft wird meist je Einsatz abgerechnet.
Gibt es eine Förderung für Alarmanlagen?
Die KfW-Förderung für Einbruchschutz ist ausgelaufen. Einige Versicherer geben Rabatt auf die Hausratversicherung, wenn eine zertifizierte Anlage nach EN 50131 eingebaut ist.
Gibt es eine Obergrenze?
Nein. Der Preis folgt der Zahl der Melder, Kameras und Zugänge. Ein Anwesen mit Perimeterschutz, Zutrittskontrolle und Leitstelle oder ein Unternehmensstandort mit mehreren Gebäuden liegt deutlich über den Beispielen hier. Das Planungstool gibt eine erste Einschätzung, das Angebot nach der Begehung ist dann ein Festpreis.
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